Allgemeines zum Passivhaus
Ein Passivhaus weist einen spezifischen Heizwärmebedarf
(Energiekennzahl) gemäß PHPP (Passivhaus-Projektierungspakt) von
maximal 15kWh/m²a (entspricht etwa 10kWh/m²a nach OIB Richtline 6) bei
einer Raumtemperatur von 20°C auf.
Dieser sehr gute Energiestandard
wird erstens durch möglichst kompakte, sonnenorientierte,
wärmebrückenfrei gedämmte Bauweise, und zweitens durch eine
kontrollierte Be- und Entlüftung mit effizienter Wärmerückgewinnung
erreicht.
Der äußerst geringe Heizwärmebedarf kann auf verschiedene Arten gedeckt werden. Bei Einhaltung des zweiten Kriteriums, einer spezifischen Heizlast von maximal 10W/m²a kann die benötigte Wärme von einer Kleinstwärmepumpe erzeugt und über das Lüftungssystem in die einzelnen Räume verteilt werden. Ist die Heizlast größer als 10W/m²a, kommen ergänzende Systeme zur Restwärmebedarfsdeckung zum Einsatz oder es werden konventionelle Heizsysteme verwendet.
Aufgrund der hohen Oberflächentemperatur der umschließenden Bauteile, dem permanenten Luftaustausch und der kontrollierten Abfuhr von Feuchte und Gerüchen bieten Gebäude im Passivhausstandard eine unübertreffliche Behaglichkeit bei gleichzeitig geringsten Energiekosten.
Die staubarme, kondensat-, schimmel- und pollenfreie Luft ist nicht nur für Allergiker von großem Nutzen.
Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden steigen messbar.